| Eine Tour zwischen den Provinzen der Toskana: von Massa und den Stränden der Versilia nach Florenz und zum Arnotal, von Pistoia und dem Gebiet von Abetone zur toskanischen Inselgruppe |
Jeder Winkel der Toskana ist reich an Kunst und Geschichte, herrlichen Landschaften, die durch wunderschöne Strände und Hügel bereichert sind. Ganz zu schweigen vom Meer und seinem Toskanischen Archipel, dem größten europäischen Meeresreservats, oder den Thermen, von Montecatini, Saturnia und Bagno Vignoni, die einst antike Kurorte waren und heute in moderne Wellness- Center verwandelt wurden. Malerische mittelalterliche Dörfer und herrliche Städte aus der Renaissance, ländliche Spezialitäten und kostbare Weinsorten. Sind Sie bereits neugierig?
AREZZO
Zwischen den Hügeln der östlichen Toskana, war Arezzo einst etruskisch, dann römisch und schließlich entwickelte sich die Stadt im Stil des Rinascimento zur Zeit der Medici, welche Arezzo in eine befestigte Stadt verwandelten. Piazza Grande ist der Beweis für den Ablauf der Jahrhunderte, ohne dass dabei der höfliche Charme zerstört wurde: Türme und mittelalterliche Paläste, die gotische Kirche der Santa Maria della Pieve, die Loggia des Vasari umrahmen diesen großen Platz, der jeden vorletzten Samstag des Monats Juni und jeden ersten Sonntag im September zum eindrucksvollen Szenarium des antiken Ritterspiels der Giostra del Saracinowird. Hierbei handelt es sich um einen historischen Nachruf mit einem farbigen Umzug von Fahnenschwingern und Figuranten in mittelalterlichen Kostümen, der von einem spektakulären Reiterspiel gekrönt ist.
Unter den empfohlenen Routen ist eine besonders faszinierend, nämlich die der Kunstwerke des Piero della Francesca, ein Maler von herrlichen Gemälden von metaphysischem Zauber, der für die Entwicklung des Italienischen Rinascimento grundlegend war. Diese Route führt von Arezzo (Basilika des San Francesco und Kathedrale) nach Monterchi (mit der herrlichen Madonna del Parto= die gebärende Jungfrau, im kleinen Museum) bis nach Sansepolcro, Geburtsort des Künstlers (Stadtmuseum und Wohnhaus des Malers). Oder man folgt den Ortschaften des San Francesco, die von Assisi bis La Verna führen. Inmitten der üppigen Natur (Sie befinden sich hier im Bereich des Naturschutzparks der Wälder des Casentino) gelangt man schließlich nach Chiusi della Verna, um von dort auf den heiligen Berg, den Monte Sacrozu steigen, wo sich die Einsiedelei des Heiligen befindet, inmitten von faszinierenden natürlichen Szenarien von intensiver Spiritualität.
Das herrliche Florenz, eine der schönsten Städte Italiens und der Welt, ist wie ein open air –Museum und beinhaltet einen großen Teil der italienischen Kultur und Kunstgeschichte. Hier lebte der Poet Dante, hier herrschten die Medici, die mit Cosimo und Lorenzo die Signoria zum äußersten Hochglanz brachten, hier entstand das Italienische Rinascimento, welches den Lauf der Kunst veränderte (mit Brunelleschi, Donatello und Masaccio) und große Meister wie Raffaello, Michelangelo und Leonardo beeinflusste, hier begann ebenfalls der Manierismus des Vasari. All dies findet man in den mittelalterlichen Gassen und den Plätzen des Rinascimento, in den Museen mit ihren Meisterwerken der berühmtesten Künstler, in den Kirchen, den Klöstern und Konventen, welche kleine Schatztruhen der Devotion und der Kunstwerke sind, oder auch zwischen den Mauern der strengen Paläste der Bankiers und der Händler. Das Erbe des lebhaften und fleißigen Florentiner Volks, das die Gassen mit ihren unzähligen Zünften füllte, darunter die Weberei der Wolle und der Seide, die Anfertigung von Kleidern, die Gerbung von Häuten und Leder, die Verarbeitung von Einrichtungsgegenständen und Schmuckstücken aus Gold und Edelsteinen usw., die vom Vater an die Söhne weitergegeben wurden und die heute als Werkstätten (botteghe) und Boutiquen an den eleganten Strassen des Stadtzentrums weiterleben.
Florenz, ein Edelstein im Arnotal, liegt wie ein Schmuckstein gefasst zwischen den herrlichen Hügeln rund um die Stadt, auf denen Orte wie Fiesole Sie erwarten, oder der Chianti, die Villen der Familie Medici und die Weinstrassen, an denen köstliche Weinproben oder Gerichte der gastronomischen Tradition genossen werden können ...
Die Maremma ist einzigartig mit ihrer Atmosphäre und Landschaft: die bezaubernde Schönheit des Landes und der Strände, die bereits seit mehreren Jahren mit der Blauen Fahne Europas aufgrund des sauberen Meeres und der Qualität des gebotenen Service prämiert wird, sind ideal für einen Urlaub en plein air in den modernen und mondänen Ortschaften Follonica und Punta Ala, oder inmitten der Pinienhaine von Roccamare und dem idyllischen Fischerdorf Castiglione della Pescaia. Oder an dem Küstenstreifen weiter südlich, die Costa d'Argento (Silberküste) genannt wird, aufgrund seiner glitzernden Strände, wie der Tombolo (Sanddüne) von Orbetello oder der Giannella und Feniglia und in der Nähe von Capalbio.
Zur Entdeckung der Etrusker fährt man nach Roselle (Archäologische Fundstätte) oder zur großen Nekropole von Vetulonia; von hier steigt man hinab bis zum monumentalen aristokratischen Hügelgrab von Poggio Pelliccia. Und weiter bis zum See Lago dell'Accesa, vorbei an alten Mineraliengruben, Bewohnungen und Gräbern aus dem VI. Jahrhundert vor Chr.
Auch die Stadt Grosseto mit ihren fast vollständig erhaltenen Stadtmauern der Medici und dem berühmten Denkmal des Großherzogs Leopold II. von Lothringen ist einen Besuch wert. Dieser Großherzog war vom Volk der Maremma besonders geliebt aufgrund seiner Entsumpfungsarbeiten, die zu Beginn des neunzehnten Jahrhunderts durchgeführt wurden und die Maremma somit in fruchtbares und reiches Ackerland verwandelten.
Den Naturschutzpark der Maremma kann man entweder von Alberese oder von Talamone aus besichtigen: man bewegt sich zu Fuß oder mit dem Mountain Bike auf den Wegen, um die berühmten Maremma- Pferde zu bewundern oder um seltene Pflanzen zu erkunden, unberührte Strände zu besichtigen, die Hügel zu besteigen, dann von dort das herrliche Szenarium des Archipels mit seinen Inseln Giglio, Montecristo und Elba zu genießen. Im Süden hingegen kann man die spektakuläre Bucht Cala di Forno, die Küste des Argentario mit ihren Sanddünen, welche die Lagune von Orbetello eingrenzen und dann noch die eindrucksvollen Ruinen der Abtei von San Rabano entdecken.
Die größte der sieben Inseln des Toskanischen Archipels, ist die Insel Elba mit ihrer herrlichen Landschaft: die mit der typisch mediterranen Macchia dicht bewaldeten Erhebungen, die Kastanienwälder und sattgrünen Steineichenwälder, die sanft bis an die mineralhaltigen glitzernden und bunten Strände hinabreichen (der Kies ist tiefblau, rot und schwarz), oder bis an die weißen Sandstrände und die spektakulären Klippen, die sich ins kristallklare Meer mit seinen Farbfacetten stürzt.
Sie wurde hauptsächlich von Etruskern, dann von Römern bewohnt und war aufgrund ihrer reichen Bergwerke voller Eisenerz und Mineralien, des Weines (Plinio nannte Elba die Insula vini ferax, (Insel reich an Wein und Eisen), des milden Klimas und der Thermalquellen besonders begehrt. Im Laufe der Jahrhunderte hat die Insel Elba ihren Charme mit ihren mittelalterlichen Orten, den spanischen und den Rinascimento- Festungen, den Villen aus der Zeit Napoleons aufrecht erhalten und bereichert damit die Hänge und Küsten. Marina di Campo, Marciana Marina, Portoferraio, Porto Azzurro, Capoliveri, Rio Marina, Rio Elba und Marciana sind die Ortschaften, die sich mit ihren ruhigen Buchten, ihren wilden Klippen und den Sandstränden für 150 Km die Küste entlang erstrecken. Sie sind die ideale Lösung für einen ruhigen und erholsamen Urlaub oder, wenn der Wind zunimmt, zum Segeln oder zum Surfen oder auch für herrliche Tauchausflüge in die faszinierenden Meerestiefen des Parco nazionale marino “Isole di Toscana”. Absolut sehenswert ist der interessante Bergwerk- Park mit seiner Mineraliensammlung, reich an Geschichte und bezaubernder Suggestion, oder der Thermalpark von San Giovanni für die Entdeckung der Wellness- Tradition einer der ältesten Thermalanlagen Europas.
Kristallklares Meer, eingefügt zwischen Buchten und kleinen Häfen, langen Kies- und Sandstränden, verzauberten Pinienwäldern, welche mysteriöse alte Völker in Erinnerung rufen. Das ist die Küste der Etrusker (Costa degli Etruschi), zwischen der Versilia und der Maremma, dort wo die Toskana in ihrer Quintessenz erlebt werden kann, mit ihren Routen zwischen Natur und Geschichte, zwischen Meer und Hügeln. Von Livorno, dem befestigten Hafen aus dem sechzehnten Jahrhundert mit seinen imposanten Bollwerken ausgehend, dort wo der Viale Italia beginnt, befindet sich die historische Promenade, welche die Stadt mit dem Ort Antignano verbindet. Die Terrazza Mascagni an der Strasse ist der beste Platz, von dem man das herrliche Panorama, das von den Inseln des Toskanischen Archipels bis nach Korsika reicht, genießen kann. Wenn man am Romito, den rosafarbenen Klippen von unvergleichlicher Schönheit entlang spaziert, kommt man nach Quercianella, das mitten im friedlichen Pinienhain und in den berauschenden Düften der mediterranen Macchia liegt.
Die Route geht weiter in Richtung Castiglioncello, einem charakteristischen Ort etruskischer Herkunft, der ein kleines und charakteristisches Kap beherrscht: die üppigen Pinienwälder und das kristallklare Meer, welche die blaue europäische Fahne erhalten haben, machen aus Castiglioncello eine “Perle des Tyrrhenischen Meers”. Pinienwälder und nochmals Pinienwälder bis nach Rosignano Marittimo und Vada, die für ihre weißen, fast karibischen Strände berühmt sind. Und dann noch Pinienwälder bis Cecina mit seinem Küstenort, an dem das Meer mit gut ausgerüsteten Strandbädern und viel Freistränden aufwartet. Dann schweift man vom Meeresrummel ab für eine kurze Pause und begibt sich nach Bolgheri, um die berühmten, bereits von Carducci in “Davanti a San Guido (Vor dem Heiligen Guido)”
besungenen Zypressen zu bewundern. In San Vincenzo begibt man sich ins Herz der Etruskerküste (Riva degli Etruschi). Hier beginnt die magische Atmosphäre mit dem urigen Naturpark Parco di Rimigliano, in dem die Meereslilie gedeiht und wo die Pinien, die Steineichen und die Korkeichen bis an den Strand reichen. Das Ufer endet in Baratti, dieser wunderschönen kleinen Bucht mit ihrem goldfarbenen Sandstrand, die vom Kap von Populonia abgeschlossen wird. Von hier startet auch der Weg, der zur Buca delle Fate (Feen-Loch) führt, einer lieblichen kleinen Bucht, die ihren Namen aufgrund der in den Felsen verstreuten etruskischen Gräbern erhält (der ganze Hügel ist ein etruskischer archäologischer Park). Schauen Sie sich das Ganze einmal von oben an.. die Aussicht ist wirklich atemberaubend.
Eingefriedet von den wunderschönen, fast komplett erhaltenen Mauern aus dem fünfzehnten Jahrhundert, die von den Bourbonen in eine herrliche Allee verwandelt wurden, besitzt Lucca eine besondere Atmosphäre, gemütlich und spritzig zugleich, herzlich und stolz, welche die antike und moderne Geschichte dieses einzigen Stadt-Staats der Toskana evoziert, der bis 1847 seine Unabhängigkeit beibehielt. In der mittelalterlichen Altstadt bezeugen die Kunstdenkmäler die Bedeutung dieser Stadt im Laufe der Jahrhunderte: das römische Amphitheater mit der heutigen schönen Piazza Anfiteatro, der romanische Dom des San Martino mit seinen kostbaren Kunstwerken aus dem Mittelalter und des Rinascimento, darunter das wunderschöne Grab der Ilaria del Carretto; der originelle Turm Torre dei Guinigi (Herren von Lucca), der mit einer Steineiche gekrönt ist und Villa Bottini oder Buovisi mit ihrem herrlichen Garten voller Statuen und Blumenbeeten aus dem sechzehnten Jahrhundert, der im neunzehnten Jahrhundert neu interpretiert wurde. Lucca ist auch eine Stadt der musikalischen Tradition, einer der wichtigsten Musiker, der hier geboren ist, ist Giacomo Puccini, wohl einer der größten Komponisten zwischen dem Neunzehnten und dem Zwanzigsten Jahrhundert, dessen Geburtshaus heute Museum und Studienzentrum ist.
Gleich außerhalb der Stadt führen sanfte Hügel bis in die imposanten Berge der Garfagnana mit den Tälern, die vom Fluß Serchio durchquert werden, der klare Seen bildet, in welchen sich pittoreske Dörfer spiegeln und der schließlich weiter fließt bis in die Ebene von Lucca und dann bis ans Meer der Versilia. Von Forte dei Marmi bis Viareggio trifft man auf herrliche, gut ausgerüstete Strände, die von den lebhaften und modischen Strandbädern belebt werden, aber hier gibt es auch erholsame Naturschutzparks und unberührte Oasen: das Gebiet rund um Lucca ist wirklich überraschend!
Diese Landschaft führt in wenigen Kilometern vom Meer bis in die Berge mit Gipfeln bis zu 2000 Metern: von den Stränden der Versilia, bis zu den Hügeln der Lunigiana und den Apuaner Alpen, zwischen natürlichen und suggestiven Szenarien trifft man auf Fischerdörfer, Kunststädte, romanische Pfarreien, alte Schlösser, Marmorbrüche, um sich dann in die Naturschutzparks zu begeben, die eifersüchtig und beschützend die seltenen Exemplare der hiesigen Flora und Fauna bewachen, während das Meer stets als Rahmen im Hintergrund vorhanden ist. Das Gebiet rund um Massa ist einzigartig, die Routen führen durch die Städtchen, beginnend mit Massa selbst, dessen Schloss Cybo Malaspina aus der Renaissance noch heute die Stadt beherrscht oder mit Carrara, der Stadt des Marmors, in der ein weiteres Schloss aus dem sechzehnten Jahrhundert der Cybo Malaspina vorhanden ist. Dann noch der romanische Dom aus apuanischem Marmor, die Via Santa Maria, an der sich an der Hausnummer 14 das Wohnhaus des Poeten Petrarca und das Marmormuseum befindet. Dann noch Pontremoli, ein beeindruckender mittelalterlicher Ort, der die Funktion einer “Pforte des Appennins” auf der Via Francigena inne hatte.
Weiter geht es bis zu den Marmorbrüchen des berühmten und kostbaren Marmors, der auch von Michelangelo bevorzugt wurde. Aus Sicherheitsgründen ist der Zutritt zu den Marmorbrüchen bis auf einige Ausnahmen verboten, aber von einigen übersichtlichen Ausgangspunkten der Strasse erhält man einen Blick auf das beeindruckende, von den Schürfmaschinen gezeichnete Gelände. Ein absolutes Muss ist eine Zwischenstation in Colonnata, um hier den berühmten Speck zu genießen, einst Nahrungsmittel der Grubenarbeiter, heute Spezialität. Dieser wird hergestellt, indem man große Scheiben weißen Specks in Marmorgruben auf einer Schicht Salz, Knoblauch, Salbei und Rosmarin reifen lässt.
Piazza del Campo ist unglaublich schön: der Dom, das Baptisterium, der Turm und der Friedhof sind wie eine elegante Stickerei aus weißem Marmor, eine harmonische Zeichnung zwischen Himmel und Erde, eine Verschmelzung von Glauben und Reichtum, als Beweis für die Macht der stärksten Seerepublik des Tyrrhenischen Meers zwischen dem XI. und dem XV. Jahrhundert: all dieser Zauber ist bereits eine Reise nach Pisa wert. Gleich außerhalb der Stadt erwartet Sie das Gehöft Tenuta di San Rossore, einst Jagdreservat der Medici im sechzehnten Jahrhundert, Sommerresidenz der Königsfamilie Savoia und des Präsidenten der italienischen Republik, heute wunderschöner Park, integrierender Teil des Regionalparks von Migliarino, San Rossore und Massaciuccoli, der sich für 30 Km der Küste entlang und bis ins Binnenland erstreckt und der zu Fuß, mit dem Rad oder mit der Kutsche besichtigt werden kann.
Etwas südlich ein weiteres hübsches Städtchen: Volterra, welches an einem Hügel klebend, eine etwas wilde Landschaft augrund ihrer gelben und ockerfarbenen lehmigen Felder und Schratten beherrscht, die natürlich auch von grünen Wäldern mit Steineichen und Eichen, Weinbergen und Olivenhainen abgewechselt ist. Volterra besaß bereits im IV. Jahrhundert vor Christus eine sieben Kilometer lange Stadtmauer, die von den fleißigen Etruskern errichtet wurde, während das heutige Erscheinungsbild aus den typisch mittelalterlichen strengen Plätzen und Türmen und den hübschen Rinascimento- Palästen mit interessanten Museen, sowie den Handwerkerstätten besteht, in denen die Kunst der Verarbeitung des Alabasters weitergegeben wird. Piazza dei Priori, fast vollständig erhalten, das Römische Theater aus dem I. Jahrhundert v. Chr., der Palazzo Inghirami aus dem sechzehnten Jahrhundert und der Palazzo Minucci (heute Solaini genannt) aus dem Rinascimento, dann noch die Pinakothek von Volterra, in der man die Grababnahme des Künstlers Rosso Fiorentino, ein manieristisches Meisterwerk, bewundern kann und die man sich absolut nicht entgehen lassen sollte.
Im Herzen der Toskana zwischen Hügeln und köstlichem Wein (Chianti Montalbano mit DOCG Qualitäts- und Herkunftssiegel) und wertvollem Olivenöl (natives Olivenöl Montalbano mit IGP Herkunftsschutzsiegel), auf den bis 2000 Metern reichenden Bergspitzen, im Gebiet des Cimone und des Abetone, die im Winter eingeschneit sind (für die Liebhaber des Skisports gibt es 50 Km Pisten!), mit ihren herrlichen Spazierwegen für sommerliches Trekking auf Entdeckungstour der Flora und Fauna des Toskanisch- Emilianischen Appenins, hier liegt Pistoia, die entzückende Hauptstadt dieser Gegend, welche dank ihrer Thermalanlagen wie Montecatini und Monsumanno Erholung und Heilung versprechen. In Collodi, dem “Geburtsort” der Holzpuppe Pinocchio, finden Sie einen Vergnügungspark und ein wahres Schlaraffenland, wo Poesie und Fabelwelt nachempfunden werden und kunstvolle Suggestionen zwischen alten Dörfern und zeitgenössischen Werken en plein air mitten in der üppigen Natur des Naturschutzparks der Feuchtgebiete von Fucecchio vermittelt werden.
In Pistoia selbst lohnt es sich auf alle Fälle, den Domplatz aufzusuchen, der von der Zweifarbigkeit der Kathedrale und dem Baptisterium und von den wunderschönen Palästen wie etwa dem Palazzo dei Vescovi, dem Ratshaus und dem Amtsgericht gesäumt ist. Dann wie bereits gesagt, Collodi mit seinem fabelhaften Park des Pinocchio, oder in San Marcello Pistoiese die Astronomische Beobachtungsstation, die es ermöglicht, den Himmel zu beobachten, ohne durch Licht, Geräusch oder andere Einflüsse gestört zu werden.Dann noch Mammiano Basso, die Hängebrücke auf dem Fluss Lima: diese ist mit 220 Metern Länge und 40 Metern Höhe (an der höchsten Stelle), eine der längsten Fußgängerbrücke der Welt.
An die Emilia Romagna angrenzend, mit den grünen und üppigen Wäldern der Val Bisenzio, von der Ebene zwischen Florenz und Pistoia wieder hinauf auf die sanften Hügel des Montalbano zwischen Weinbergen, Ölbergen, Villen aus dem Rinascimento, vereinen die Gebiete rund um Prato Kunst und Natur in einem originellen Mix aus Tradition und Modernheit. Prato verfügt über eine interessante Abschweifung, die vom Mittelalter mit seinem Castello dell'Imperatore, der romanischen Kathedrale des Santo Stefano, dem Dom und dem schönen Amtsgerichtspalast über das Rinascimento mit der herrlichen Kirche der Santa Maria delle Carceri führt. Dann weiter durch das siebzehnte Jahrhundert und den Neoklassizismus mit dem Brunnen Fontana del Bacchino und dem Theater Metastasio, bis hin zur Avantgarde, die durch das Zentrum für die Zeitgenössische Kunst “Luigi Pecci” vertreten ist, heute internationaler Richtpunkt für die moderne Kunsttendenz. Weitere Perle der Kunst, der Geschichte und der Landschaft sind die Ortschaften Poggio a Caiano und Carmignano, die von Lorenzo und Ferdinando Medici heiß geliebt waren, die hier herrliche Landhäuser gebaut haben und die mit dem Namen “Villa Ambra” und “La Ferdinanda” bekannt sind. Absolut nicht versäumen dürfen Sie die Pfarrei San Michele in Carmignano mit der Heimsuchung Mariä, einer sublimen Freskomalerei aus dem Späten Rinascimento des Künstlers Pontormo.
Land des Palio und der Farben, des Weins und der Lebensfreude, der Kunst und der Hügellandschaften, des Chianti und der Olivenbäume. Es gibt keine Worte, um die Schönheit, die Atmosphäre und den Zauber dieser Gegend zu beschreiben. Sie sind einzigartig und gehören zu den schönsten der Welt und bieten beeindruckende Szenarien echter Poesie, die man von der Spitze eines Hügels, in der Gasse eines Dörfchens oder vom Turm einer mittelalterlichen Burg genießen kann. Oder während dem Genuss eines guten Tropfens Wein oder eines köstlichen Gerichts der einheimischen Küche. Die Kunststadt Siena und der Chianti, Siena und die Tonerdehügel, Crete genannt, Siena und seine Thermalbäder, Siena und San Galgano: unzählige Routen führen durch die Hügellandschaft und begleiten den Besucher in vergangene Zeiten, auf Entdeckungsreisen der Traditionen, die noch heute lebendig sind und zur unvergleichlichen Erkundung dieses Fleckchens der Toskana. Wir erwarten Sie...